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Medieneinsatz an Freien Lernorten

3. Erfahrungsaustauschtreffen in Stralsund

Im hohen Norden, im mecklenburg-vorpommerschen Stralsund, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes Freie Lernorte. Das direkt am Strelasund, dem Meeresarm zwischen der Insel Rügen und dem Festland gelegene Hansa-Gymnasium, ein 3-zügiges Gymnasium,  war ein inspirierender Tagungsort. Zwei Tage lang beschäftigen sich die 60 Lehrkräfte in vier parallelen Workshops mit spezifischen Themen, die für den Medieneinsatz in der Ganztagsschule von großer Bedeutung sind. Auch diesmal brachten Experten – Schulpraktiker, Juristen und Medienwissenschaftler - ihr Wissen in die Workshoparbeit ein und sicherten damit den Anschluss der Ergebnisse an aktuelle fachwissenschaftliche Diskussionen.

 Schule als Lehr- und Lebensort verwirklichen

Schule mit Aussicht: Blick vom Schulturm zur Ostsee

 

  

„Veranstaltungen wie diese sind sehr wichtig, um die großen Potenziale der Ganztagsschule zu nutzen. Gerade die individuelle Förderung erscheint mir sehr wichtig“, betonte Ewald Flacke vom Bildungsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern in seinem Grußwort. Schule als ein Lehr- und Lebensort sowohl für Schüler als auch für Lehrer und auch Eltern – diesem Leitbild  versucht man am Hansa-Gymnasium gerecht zu werden, wie Schulleiterin Vierkant Illona in ihrer Begrüßung betonte. Schule müsse Normen und Werte für Gegenwart und Zukunft vermitteln; die Persönlichkeit des Schülers solle gestärkt, das Schulklima vom einem Aufeinanderzugehen geprägt sein. 

Den 45-Minuten-Takt aufzubrechen zugunsten eines rhythmisierten Unterrichts wird am Hansa-Gymnasium bereits mit Erfolg praktiziert. Lernorte sind nicht nur der Klassenzimmer und das Computerkabinett, sondern ebenso Flure und nicht zuletzt die Schulaula, mit Schlagzeug und Klavier ein heiß begehrter Proberaum für die musikalisch aktiven Schüler. Für die musikalische Untermalung des Erfahrungsaustausches war damit gesorgt.

Workshops zum Medieneinsatz an Freien Lernorten

Im Anschluss an den Zwischenbericht des Projektteams erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Workshops Richtlinien und Lösungsansätze zu verschiedenen Themen rund um den Medieneinsatz  an Ganztagsschulen.

Workshop 1: Rechtliche Fragestellungen: Jugendmedienschutz, Aufsichtspflicht, Nutzungsordnungen  hier

Workshop 2: Bewertung und Dokumentation von Medienkompetenz  hier

Workshop 3: Projektarbeit mit Neuen Medien an Freien Lernorten Dokumentation hier

Workshop 4: Medienmix Dokumentation hier

Flure werden zu Freien Lernorten

Schlussdiskussion: Arbeit an Freien Lernorten bedingt veränderte Lernkultur 

Trotz der thematischen Differenzierung zeigte sich in der Schlussdiskussion, dass die pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Aspekte der Mediennutzung gerade im ganztägigen Schulbetrieb ineinander greifen. Um Freie Lernorte sinnvoll nutzen zu können, bedarf es einer veränderten Lernkultur. Wer stärker handlungs- und projektorientiert arbeiten möchte, benötigt nicht nur geeignete Räume und eine verfügbare (technische) Infrastruktur; sondern auch geeignete pädagogische Konzepte und veränderte organisatorische Strukturen. Dies betrifft sowohl die Organisation der eigenen Arbeit als auch die Moderation und Begleitung der Schülerarbeit. Bewertungsmaßstäbe müssen immer auch, und das betrifft nicht nur die Medienbildung im engeren Sinne, den Prozess eines Projektes und die vielen Einflussfaktoren berücksichtigen.

Nur dann können projektorientierte Schülerleistungen gerecht bewertet werden. Wichtig ist aber auch eine Handlungssicherheit in rechtlichen Fragen. Wenn Lehrkräfte nicht ausreichend Bescheid wissen über ihre Rechte und Pflichten in Sachen Daten- und Jugendmedienschutz, wenn sie nicht die Möglichkeiten technischer Sicherungssysteme zu nutzen wissen, laufen sie Gefahr,  in die rechtliche Falle zu tappen.

 

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