„Lernraumgestaltung ist mehr als ästhetische Gestaltung. Durch das Aufbrechen veralteter, räumlicher Strukturen können umfangreiche Umwandlungsprozesse in Gang gesetzt werden, die Einfluss auf die komplette Schul- und Lernkultur haben.“ (Schulen ans Netz e.V. (Hrsg.) (2006): Freie Lernorte - Raum für mehr. Medien in der Ganztagsschule. Bonn, S. 7)
WS 4: „Von der Vision zum Raumkonzept I“ Durchführung: Sigrid Stjerneby (Planungsbüro Stjerneby)
In dem Workshop unter der Leitung von Frau Siegrid Stjerneby ging es zunächst darum die Ausgangssituation der Teilnehmer zu klären. Hierbei standen vor allem drei Anliegen im Vordergrund: Wie kann die Schule der Rolle als dritter Pädagoge gerecht werden, wie werden Schule und Klassenräume zu Lebensräumen und wie kann ein Umbau oder ein Neubau gestaltet werden und gleichzeitig die Auflagen einhalten? Im Anschluss daran erfolgte eine Präsentation von Frau Stjerneby mit theoretischem Input und Beispielen der praktischen Umsetzung in Schulen. Daraus ergaben sich folgende Grundvoraussetzungen: 1. Auch kleine Veränderungen können helfen (z.B. Farben, Bilder, Beleuchtung, Möbel). 2. Gemeinsam arbeiten, mit verschiedenen Professionen, Schülern, Lehrern, Eltern und zwar von Anfang an. 3. Veränderungen und Innovationen müssen nicht teuer sein. 4. Zu Beginn eines Neubaus oder einer Umgestaltung sollte immer ein Masterplan erstellt werden. Ausgestattet mit den theoretischen Grundlagen und dem Wissen über die Anliegen der einzelnen Teilnehmer ging es im dritten Teil des Workshops an die praktische Umsetzung. Das Ziel war es einen Flur der Gesamtschule Schinkel umzugestalten. Hierfür wurde der betreffende Flur besichtigt und mit Hilfe eines Pappmodels erste Ideen umgesetzt und Anregungen ausgetauscht.
Zusammenfassung der Ergebnisse pdf Profil von Frau Stjerneby mit Hintergrundinformationen im Archiv der Zukunft externer Link
WS 5: „Von der Vision zum Raumkonzept II“ Referent: Manfred Glass (Volksschule Zeil-Sand, Zeil am Main) Referent: Wolfgang Böhl (Traisaer Schule, Mühltal)
Die Referenten Manfred Glass (Volksschule Zeil-Sand, Zeil am Main) und Wolfgang Böhl (Traisaer Schule, Mühltal) stellten, anhand der Konzeption Lernwerkstatt der Hauptschule Zeil/ Sand und dem Umbau des „alten Feuerwehrhaus“ der Traiser Schule vor, wie sich ein Unterrichtsraum zum „freien Lernraum“ entwickeln kann. Ausgehend von der Fragestellung: „Was macht den Lernort frei?“, eine flexible Raumgestaltung, leicht verschiebbare Tische und Tafeln etc. wurden praktische Tipps zur Gestaltung des „Freien Lernortes“ diskutiert. Auf der Grundlage der Erfahrungen der Referenten, beispielsweise zum wichtigen Punkt der architektonischen Anforderungen an „freie Lernräumen“, einer lernföderlichen Akustik und der damit verbundenen positiven Lernatmosphäre etc. wurden Ideen/Visionen der Workshopteilnehmer, reflektiert. Es müssen aber nicht immer Mauern eingerissen werden, war ein Fazit des Workshops. Denn auch mit kleinen und dennoch effektvollen Veränderungen, wie Spezifika bei der Möbelauswahl oder die sinnvolle Nutzung von Nischen und Fluren können Klassenräumen lernförderlich verändert werden. Ein Tipp der Referenten war, man sollte sich immer vor Augen führen, was aus dem zu gestaltenden Raum gemacht werden soll, bevor damit begonnen wird den „Feien Lernort“ zu gestalten.
Präsentation Manfred Glass pdf Präsentation Manfred Böhl pdf Zusammenfasung der Ergebnisse pdf
WS 11: Grundprinzipien der Einrichtung einer Schulmediothek als Freier Lernort Referent: Dipl.Ing (FH) Ulrich Koslowski (ekz.bibliotheksservice GmbH, Reutlingen)
Kein Ort in der Schule eignet sich so gut für die Vermittlung von Medienkompetenz wie die Schulmediothek. Die souveräne Auswahl und Nutzung der adäquaten Quellen für eine gegebene Fragestellung - und das heißt Non-Book-Medien und Printmaterialien - ist nur möglich, wenn ein "Medienmix" zur Verfügung steht. Mit einem durchdachten Konzept und kompetenter Planung kann der "freie Lernort Schulmediothek" zum dritten Lehrer werden. Es hat sich bewährt, die Schulmediothek mehrfunktional zu planen, so dass sie für das individuelle Lernen genauso genutzt werden kann wie für das Gruppenlernen, für die Projektarbeit genauso wie für Veranstaltungen. Hier ist also Flexibilität gefragt, z.B. Regale und Medientröge auf Rollen, kleine flexible Tischeinheiten, die sich immer wieder neu kombinieren lassen und Displaywände für die Medienpräsentation oder die Präsentation von Projektergebnissen. Die Raumgliederung ist zwar gegeben, kann aber jederzeit neu formiert werden. Der Workshop zeigte die Grundlagen der Planung einer Schulmediothek auf und arbeitet mit Grundrissen und Bildbeispielen.
Prösentation von Ulrich Koslowski pdf Zusammenfassung der Ergebnisse pdf