Eine zukunftsfähige Lernkultur kann nicht unabhängig von der Frage einer zukunftsfähigen Unterrichtsgestaltung diskutiert werden. Eine bestimmte Auffassung vom Lernen legt bestimmte didaktische Entscheidungen nahe.“ (Schulen ans Netz e.V. (Hrsg.) (2006): Freie Lernorte - Raum für mehr. Medien in der Ganztagsschule. Bonn, S. 25)
WS 1: „Von der Idee zum Konzept“ Referentin: Ina Klein (Gesamtschule Neuwerk, Mönchengladbach) Moderation: Michael Schopen (Barbara von Sell Berufskolleg, Köln)
Was verbirgt sich hinter „Freien Lernorten“? Welche Rolle spielen die (Neu-)Gestaltung von Räumen, die Veränderung von (Unterrichts-)Zeiten und die Integration von Medien bei der Entwicklung von Unterricht? Wie können „Freie Lernorte“ konkret ausgestaltet sein und inwiefern lassen sich bereits bestehende Ideen mit diesem Konzept verknüpfen? In Workshop 1 ging es primär um die Definition eines Freien Lernortes und die räumliche Gestaltung eines Freien Lernortes. Während der Vorstellung zeigte sich, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich Ideen und Anregungen für die Konzeptentwicklung eines Freien Lernortes erhofften, um damit Kollegen und Schulleiter von der Einrichtung eines Freien Lernortes an ihrer Schule zu überzeugen. Anhand des Beispiels der Gesamtschule Neuwerk in Mönchengladbach wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erläutert, wie ein Freier Lernorte aussehen kann und welche Bedingungen (Fluchtwege, Brandschutz etc.)bei der Einrichtung zu erfüllen sind. Außerdem wurden die Anforderungen an einen Freien Lernortes dargestellt, die z.B. die Förderung von Kreativität und selbstständigem Lernen und ein erweitertes Methodenverständnis beinhalten.
Präsentation Ina Klein pdf Zusammenfassung des Workshops pdf zentrale Ergebnisse des Workshops pdf
WS 2: „Vom Konzept zur Steuergruppe“ Referentin: Annette Terwellen (Sophie Scholl Gesamtschule, Remscheid) Moderation: Dr. Christian Gleser (Universität Paderborn)
Auf dem Weg zur Veränderung von Schule sind viele Entscheidungen erforderlich, die sowohl die Schule als Organisation, als auch die handelnden Personen betreffen. Steuergruppen sind ein Instrument, um diesen Prozess zu koordinieren und ihm Struktur zu verleihen. Sie können dabei helfen, Schulentwicklungsprozesse voran zu treiben und für mehr Transparenz und Akzeptanz zu sorgen. Dieser Workshop gewährte Einblicke in den Arbeitsalltag von Steuergruppen am Beispiel der Sophie Scholl Gesamtschule in Remscheid.
Präsentation Annette Terwellen pdf zentrale Ergebnisse des Workshops pdf
WS 3: „Von der Einzelarbeit zum kooperativen Lernen“ Referent/ Moderation: Wilhelm Steinkamp (Gesamtschule Schinkel, Osnabrück)
Kooperatives Lernen ist nicht einfach eine andere Bezeichnung für Gruppenarbeit. Im Kern geht es darum, dass alle Schülerinnen und Schüler in einem methodisch strukturierten Prozess so miteinander und voneinander lernen, dass jede und jeder sich einbringen kann und für das Ergebnis Verantwortung übernimmt. In diesem Workshop wurden die Grundprinzipien und -strategien kooperativen Lernens vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, gemeinsam Anwendungen für ihren eigenen Unterricht zu erarbeiten und zu erproben.